21.03.2019
Awo gegen Rassismus

Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz – diese Grundsätze der Arbeiterwohlfahrt bilden auch heute, genau wie vor 100 Jahren, die Grundlage des Handelns und sind für alle verbindlich, die in der AWO Verantwortung tragen.

Aufgrund ihrer Geschichte und ihres gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses ist die AWO ein Wohlfahrtsverband mit besonderer Prägung. In ihr haben sich Frauen und Männer als Mitglieder und als ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

Bei der AWO Bremerhaven arbeiten viele Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen zusammen und setzen sich gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein.

Das ehrenamtliche Engagement und die gelebte Solidarität mit hilfsbedürftigen Menschen und Minderheiten beruhend auf den Grundlagenwerten der AWO sind dabei ein wichtiges Fundament für unsere Arbeit. Vor dem Hintergrund wachsender rassistischer Tendenzen und der Zunahme von rechten Gewalttaten ist es heute für die AWO besonders wichtig, sich für ihre Grundwerte einzusetzen. Denn wir müssen nur einen Blick in die Geschichte werfen, um zu begreifen, wie fragil und verletzlich die demokratischen Grundwerte sind und was passieren kann, wenn sie nicht verteidigt werden: Im Jahre 1933 wurde die wichtige und segensreiche Arbeit der Arbeiterwohlfahrt jäh unterbrochen. Nach der Machtübernahme der Nazis wurden alle Geschäftsstellen der AWO und auch deren Eigentum in ganz Deutschland beschlagnahmt und gingen an die NS-Volkswohlfahrt. Viele Ehren- und Hauptamtliche wurden von den Nazis verhaftet. Viele kamen in Konzentrationslager und wurden dort ermordet. Aus der Geschichte lernen, heißt heute für uns, wachsam zu sein, gegenüber jeglicher Form der Ausgrenzung, sei es Antisemitismus oder auch Ausländerfeindlichkeit.