Arbeitsschwerpunkte

Aus der Arbeit mit bosnischen Kriegsflüchtlingen haben sich Arbeitsschwerpunkte insbesondere auch mit alten, behinderten oder traumatisierten Migranten entwickelt. Aus der Rückkehrarbeit wuchs auch die Erkenntnis, dass den Kindern der Rückkehrer besondere Unterstützung gegeben werden muss. Sie haben es bei der Reintegration oft am schwersten die meisten Aufgaben zu bewältigen. Das Motto, unter dem sämtliche Projekte und Aktionen stehen, lautet in erster Linie "Hilfe zur Selbsthilfe".

In den zehn Jahren der Projektentwicklung hat sich das Spektrum der freiwilligen Rückkehr und humanitären Reintegration sehr verändert. Neue Rückkehrländer sind hinzugekommen, so dass sich das Angebot weltweit entwickelt hat. Andere Fluchtländer, wie etwa Afghanistan und der Irak, stagnieren oder verschlechtern sich sogar in ihren Aufnahmebedingungen, so dass sie von „Heimatgarten“ unter dem Primat der Rückkehr in Sicherheit kaum bearbeitet werden.

Wesentlich ist, dass immer der Einzelfall in Mittelpunkt steht und die Arbeitsschritte bestimmt, von einem Management oder massenhaften Rückkehrzahlen kann daher strukturell bedingt nicht ausgegangen werden. Dieser Arbeitsansatz jedoch garantiert, dass die Reintegration in den meisten Fällen gelingt, das soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld in den Prozess einbezogen wird und somit der Anspruch einer erfolgreichen integrierten Rückkehr eingelöst wird.